Herzlich Willkommen auf der Homepage von Kevin Ohde,

Kevin ist 13 Jahre alt und leidet seit seinem 9. Lebensmonat an einer schwer medikamentös einstellbaren Epilepsie mit stark verzögerten Entwicklungsstörungen und autistischen Zügen.

Hierzu kommt noch, dass er nicht sprechen kann und in seiner Bewegung sehr stark eingeschränkt ist. Eine Kommunikation mit Kevin ist nur über Augenkontakt möglich.

Mit Hilfe einer Delfintherapie besteht die Möglichkeit diese Sprechblockade aufzuheben.

Da die Kosten für eine Delfintherapie nicht von den Krankenkassen, bzw. den Pflegeversicherungen übernommen werden, sind wir auf Spenden Ihrerseits angewiesen.

Stars for Kids e.V.
Kontonummer 3000005330,
Bankleitzahl 18050000,
Sparkasse Spree-Neisse,
Verwendungszweck: Kevin Ohde

Bei Angabe der vollständigen Adresse erhalten Sie vom Verein Stars for Kids e.V. eine Spendenquittung.

Abschlussbericht der 1. Delfintherapie

Dienstag, den 19. April 2011

Abschlussbericht                                                                                             Curaçao Dolphin Therapy and Research Center

 

 

 

 

Kevin und sein Delfin “Chabelita”

 

 

Kevins Delfin „Chabelita“ spielte als täglicher Interaktionspartner für Kevin eine sehr wichtige Rolle in der Therapie. Sie diente dabei als Mediator, der Zuneigung Kevin gegenüber zeigte und nonverbal mit ihm kommunizierte. Ihre Neugierde, Ausstrahlung, Fürsorge und Kontaktfreudigkeit Kevin gegenüber, förderten seine Motivation, sein Kommunikations- und Sozialverhalten. Kevin kam insgesamt viel besser aus sich heraus, war zufriedener, aufmerksamer und kommunizierte mehr. Zusätzlich war er trotz der lang andauernden Therapiezeit meist ausgeglichen und lies sich seltener von äußeren Reizen ablenken. Kevins Aufmerksamkeitsspanne erweiterte sich von Tag zu Tag zunehmend. Weiterhin nahm Kevin Chabelita immer bewusster wahr. Kevin Hand musste seltener zu Chabelita geführt werden, er konnte sich viel besser von seiner Therapeutin lösen, wurde ruhiger im Wasser und lernte Chabelita selbstständig festzuhalten. Ferner zeigten wir Kevin Handzeichen, mit denen er mit Hilfe seiner Therapeutin bestimmte Aktionen bei Chabelita hervorrufen konnte. Dies förderte die direkte Interaktion zu Chabelita und steigerte zusätzlich seine Aufmerksamkeit, sein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.

 

 

Kevins Mutter nahm sehr interessiert und aktiv an den Therapieeinheiten und den Elternnachgesprächen teil. Somit konnten wir viele unserer Therapieansätze und Bewegungsaufgaben vermitteln und diese in einem Hausübungsprogramm verpacken, welches gut in die heimatliche Umgebung integrierbar ist.

Abschließend kann ich sagen, dass ich eine wunderbare Zeit mit Kevin hatte und dass diese 10 Therapietage für ihn als absolut wertvoll bezeichnet werden können. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit Kevin zu arbeiten und ich bin sicher, dass er oft an seine Zeit im CDTC zurückdenken wird. Ich würde für Kevin eine Anschlusstherapie empfehlen, um in seiner ganzen Entwicklung voran zu kommen und mit ein wenig Glück auch mal sprechen zu lernen, da das Sprachverständnis vorhanden ist. Sollte es offene Fragen zur Therapie geben, so stehen wir gerne telefonisch oder per Internet für Antworten zur Verfügung. Das Einverständnis der Mutter oder Bevollmächtigten vorausgesetzt.

Ich wünsche Kevin für die Zukunft, die Kraft, die er für anstehende Aufgaben und die Erfüllung seiner Ziele braucht.

 

Lieber Kevin, wir haben Dich und Deine Mutter sehr ins Herz geschlossen, Du warst und bist ein tapferer Junge mit viel Mut und Kraft. Das wird Dich auf Deinem Weg voranbringen und wir glauben fest daran, dass Du es schaffen kannst. Mach weiter so, wie Du es hier gezeigt hast, aber denk daran und das ist wichtig: „Hab’ Spaß dabei!“ Du wirst uns hier fehlen!

 

 

Alles Gute Kevin !!!

 

 

Herzliche Grüße,

 

 

 

Stefanie Ruhfus Dipl. Ergotherapeutin CDTC

DANKE

Dienstag, den 19. April 2011

Dank Ihrer und Eurer Hilfe konnte Kevin im November 2010 erfolgreich mit den Delfinen schwimmen.


Andreas Richter

Maik Funke

Marco Kättlitz

INJOY sport & wellnessclub Osterode

Bauunternehmen Schaefer & Schulz

Familie Folkert Heeren

Heiko Kohlmeyer

Westerwald-Radio Team

Jasmin Nickel

Matthias Riemer

Eileen Smietana

Daniela Scholz

Anne Wergin

Sparkasse Spree-Neisse

Aktion 2000 – Hilfe für Kinder e.V.

Melitta Bentz GmbH & Co.KG

Gemeinde Kolkwitz

Peter Berg

Jens-Uve May

Ivette Thalmann

Shayan Hamid

Ingo Fehrenz

Robert Deiters

Stars for Kids e.V.

Ingrid Wergin

Künstlerstammtisch Frank Hünseler

Noretta Labriola

Michaela Pujo

Schlagerinferno

ICH – International Children Help e.V.

Annemarie und Helmut Börner Stiftung

Colette Hecht Stiftung

Berliner helfen e.V.

LIDL Stiftung

Vielen, vielen Dank!


Euer


Kevin


 

1. Delfintherapie in Curacao 2010

Samstag, den 22. Januar 2011

Nach langem Warten und Hoffen konnten Kevin und ich seine Mama uns im November 2010 endlich auf den Weg nach Curacao machen. Wir waren total aufgeregt, da es unser erster Flug war. Ich hatte ja so meine Bedenken mit den Strapazen eines Fluges, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Es ist alles reibungslos verlaufen, Kevin hat sogar das Essen im Flugzeug gegessen, da war ich sehr erstaunt. Er hatte auch keine Krampfanfälle während des Fluges, da war ich so froh.

Nach ca. 12 Stunden schlaflosen Flug kamen wir bei wunderschönen 30° Grad auf dem Flughafen in Curacao an und wurden schon erwartet. Zwei sehr nette Leute haben uns dann mit einem Kleinbus, wo Kevins Rollstuhl reinpasste abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht. Auf den Weg dorthin konnte man schon das Meer sehen, das war so schön blau, einfach genial. Nach einer ca. 45 min Autofahrt sind wir in unserem Bungalow im BonBini Resort angekommen. Langsam hat sich jetzt die Müdigkeit eingeschlichen, da musste ich schnell reagiern und etwas zu Essen machen, damit Kevin seine Medikamente nehmen konnte um dann endlich zu schlafen. Ich war noch nicht mal richtig fertig Kevin zu windeln ist er auch schon eingeschlafen. Auch ich war sehr müde und bin dann auch glatt eingeschlafen, obwohl es auf Curacao erst Nachmittag war. Einmal waren wir dann in der Nacht dann noch wach, denn es war eine Party am Strand und da wurde ganz laute Beach Musik gespielt. Es dauerte nicht lange da war die Musik auch schon wieder leise und wir konnten weiter schlafen.

Die nächsten Tage verliefen wunderbar. Wir sind jeden Tag um 7 Uhr aufgestanden, da haben die Vögel schon gezwitschert, die Sonne schien und es war warm. Manchmal hat es aber auch geregnet, aber nur kurz, danach war es wieder schön. Dann habe ich das Frühstück fertig gemacht, wo wir dann gemütlich frühstücken konnten. Wir hatten so eine schöne Wohnküche und überhaupt ist der Bungalow echt schön. Um 9 Uhr haben wir uns dann fertig gemacht, um ins Therapy Center zu laufen. Der Weg dauert ungefähr 10 Minuten und macht Spass. Wenn wir dann da sind kommen um 10 Uhr die Therapeuten und Praktikanten, wo wir dann ein Vorgespräch führen. Dabei wird erzählt und besprochen was bei dem jeweiligen Therapietag passiert. Die Therapeuten und Praktikanten sind alle sehr nett dort. Kevins Therapeutin hiess Steffi und seine Praktikantin Jana, nicht zu vergessen sein Therapie Delfin “Chabelita”. Dann fing die Therapie an, indem die Therapeutin und die Praktikantin Kevin mit in ein Therapiezimmer nahmen und ihn dort fertig machten für das Schwimmen mit dem Delfin.

Nach einer halben Stunde ging es dann endlich ins Wasser zu dem Delfin. Kevin und Chabelita waren von der ersten Sekunde an ein Herz und eine Seele. Es war für mich einfach unglaublich zu sehen, das Kevin überhaupt keine Berührungsängste gegenüber den Delfin und das Meer hatte, zumal er noch nie so etwas erlebt hat.

 

Kevin hatte alle 10 Therapietage soviel Spass, er wäre nach der Therapiezeit jeden Tages am liebsten noch im Wasser gebliebe. Kevin ist eine richtige Wasserratte. Er am 1. Therapietag richtig sauer, als er aus dem Wasser musste und hat die Therapeutin Steffi keines Blickes mehr gewürdigt. Dann hat Sie ihm erklärt, dass der Delfin auch mal eine Pause machen muss und sie auf dem Dock auch was arbeiten müssten, eh es danach wieder ins Wasser geht. Er hat es verstanden, was ich eigentlich für unmöglich gehalten habe. Aber er hat es wirklich verstanden, denn seitdem war er nicht mehr sauer, weil er wusste es ist nur eine Pause bevor es im Wasser wieder weiter geht.

Er machte von Tag zu Tag immer wieder kleine Fortschritte. Zum einen seine Ausdauer für eine Sache zu verlängern und sich von anderen Sachen nicht ablenken zulassen. Zum Anderen die neue Möglichkeit mit Kommunikationskärtchen z.B. Ja/ Nein zu kommunizieren. Obwohl wir das zu Hause schon mal ausprobiert haben und er es partout nicht akzeptierte hat auf einmal von der 1. Sekunde an funktioniert. Diese Kommunikationsart kann eine sehr gute Alternative zum Sprechen sein, denn es ist sehr schwierig mit jemanden zu kommunizieren, der sich nicht artikulieren kann. Es ist das reinste Rätselraten, am schlimmsten ist es wenn ihm was weh tut und er mir das nicht mitteilen kann.

 

 

Auch in seiner Bewegung haben sich Kleinigkeiten geändert. Am Anfang der Therapie hat er fast ausschliesslich in seinem Rollstuhl gesessen und zum Ende der Therapie hat er teilweise seinen Rollstuhl vor sich hingeschoben.

 

Alles in allem, es war ein unbeschreibliches Erlebnis mit vielen kleinen Erfolgen und was wir unbedingt wiederholen müssen um an die erworbenen Fortschritte anzuknüpfen. Am letzten Therapietag war Kevin sehr traurig, seine liebgewonnenen Freunde ( Therapeuten, Praktikantin, Delfine und das gesamte Team vom CDTC) zurück zulassen. Auch mir viel es sehr schwer, man fühlte sich wie in einer Familie.

 

Ausserdem haben wir eine sehr nette Familie kennengelernt, den kleinen süßen Tommi und seine Großeltern Helene und Rainer. Da sie schon mehrmals auf Curacao gewesen sind, waren sie uns eine große Unterstützung.

Jetzt streben wir die 2. Delfintherapie für Kevin an, es wird schwer aber ich gebe nicht auf. Das Feedback zu Hause ist enorm, viele aus Kevins Umfeld bestätigen mir, das Kevin viele kleine Erfolge erzielt hat und das alleine ist wichtig und da zählen nicht die Anstrengungen im Vorfeld.

 

Nochmals ein ganz großes DANKESCHÖN an alle Spender,  dem Team vom CDTC auf Curacao und dem Verein dolphin aid e.V.

 

Weitere Fotos von Kevins 1.Delfintherapie findet ihr in der Fotogalerie.

Ein großes DANKESCHÖN an  alle Spender.